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RHEINPFALZ-Artikel: Fünf Spezialanhänger für Helikopter-Sägen

Gommersheim: Firma Walter Lischer baut für Kölner Firma zehn Meter lange Transportgefährte

Pferde werden in Anhängern transportiert, ebenso wie Zementsäcke oder andere sperrige Güter. Aber Sägen? Ja, die auch. Zumindest die von der Firma "Helimatic" aus Köln, die per Hubschrauber Stromleitungen von überhängendem Geäst befreit (wir berichteten am 10. November auf der Seite Südwestdeutsche Zeitung). Weil es keine handelsüblichen Helikopter-Sägen-Anhänger gibt, hat die Firma Lischer in Gommersheim eigens fünf angefertigt, damit die fliegenden Schneidblätter wohlbehalten zum Einsatzort kommen.

Zehn Meter sind sie lang, die Hänger - und mit dem schwarz-grün-roten Schriftzug "Helimatic" auf knallgelber Plane nicht zu übersehen. In zwei Monaten wurden die fünf Sonderanfertigungen in Gommersheim gebaut, zuvor haben Firmenschef Walter Lischer und "Helimatic"-Mitarbeiter Peter Kechler bereits zwei Monate mit der Planung zugebracht.

Dabei gab es einige Besonderheiten zu beachten, schließlich stehen auch Profis nicht jeden Tag vor der Aufgabe, eine sichere Transportmöglichkeit für eine 500 Kilo schwere Säge zu konstruieren.

Lischer: "Wir haben erst mal einen Prototyp gebaut, der im Einsatz getestet wurde." Der Probehänger wurde, mit geringfügigen Änderungen, für gut befunden und der Auftraggeber "Helimatic" gab grünes Licht für den Bau von vier "Klonen".15.000 Mark musste die Firma "Helimatic" für jeden der fünf Mega-Hänger hinblättern.

Dafür ist sie aber auch sehr zufrieden mit ihrer Investition, wie Managing Director Kurt Leininger bestätigt. Nötig gewesen sei der Bau der Anhänger weil der Mäh-Helikopter nur bei der Arbeit mit montierter Säge fliegen dürfe. Beim Fliegen von Einsatzort zu Einsatzort müssen die schneidigen Dinger auf der Straße nachgefahren werden.

Bau und Konstruktion des SägenHänger-Quintetts war für die Gommersheimer Firma eine neue Herausforderung, allerdings hatte sich "Helimatic" auch einen erfahrenen Partner in Sachen Spezialanfertigungen ausgesucht.

Von den ansonsten rund 500 verkauften Anhängern pro Jahr sind etwa zehn Prozent nach individuellen Wünschen des jeweiligen Kunden gefertigt. Und: Wenn Reparaturen anfallen sollen, werden diese ebenfalls von Walter Lischer und seinen drei Mitarbeitern erledigt.

1985 als Bauschlosserei und Kunstschmiede im Nebenerwerb gegründet, baute Lischer sein Geschäft zwei Jahre später zum Haupterwerb aus und spezialisierte sich auf Bau, Ankauf, Verkauf und Verleih von PKW-Anhängern. Die Schlosserarbeiten sind mittlerweile eingestellt worden, um sich ganz den Hängern widmen zu können. Eine Rechnung, die aufging: Der Jahresumsatz der Firma Lischer liegt laut Chef zwischen zwei und drei Millionen. (sig)